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The Legend of Zelda: Minish Cap

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 Spiel-Infos: The Legend of Zelda: Minish Cap
Legend of Zelda: Minish Cap Boxart Name: The Legend of Zelda: Minish Cap ()
Entwickler: Flagship Studios
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 12. November 2004
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
keine
Jedes Spiel hat eine Geschichte, aber nur eine ist eine Legende – Die Zelda-Serie setzt mit jedem neuen Abenteuer auch neue Maßstäbe. Auf Nintendos Kleinsten soll das nicht anders sein. Dennoch unterscheidet sich die Handheld-Reihe deutlich von den Konsolenablegern, was wohl maßgeblich dem Mitwirken von Capcom zuzuschreiben ist. Der Entwickler lautet nämlich seit den Oracle-Teilen nicht mehr Nintendo sondern Flagship.

Spannung
Schon kurz nachdem das Spiel begonnen wurde, erreichen bekannte Melodien das Ohr. Ein kleines Mädchen schlendert über den Schirm. Spitze Ohren, blondes langes Haar und sehr vornehme Kleidung – für eingefleischte Fans ist klar, dass das die gute Zelda ist. Sie ist auf dem Weg zu Link, um ihn mit auf das Minish-Fest zu nehmen. Der findet keine passende keine Ausrede und muss dem Energiebündel hinterher eilen. Der arme kleine Racker bereut vermutlich schnell seine Entscheidung, denn Zelda rennt von einem Stand zum nächsten - mit ziemlicher Sicherheit ADS, zu Deutsch auch Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Klar, dass der Bösewicht Vaati schnell als Wohltäter erscheint, als die Blondine dank seiner Hilfe bestenfalls als überdimensionierter Briefbebeschwerer zu gebrauchen ist. Um die Steinerne zu befreien wird die Kraft des Minish-Schwertes benötigt. Für die Reise in die Welt der Minish ist jedoch ein Kind von Nöten. Nur dieses kann die Winzlinge überhaupt sehen. Wie gut, dass Link noch ein zartes Jünglein ist – schnell wird der herzensgute Hyrulianer überredet Zelda zu retten. Auf dem Weg in den Tyloria-Wald, dem Unterschlupf der kleinen Wunderwesen, trifft er auf Ezelo eine sprechende grüne Mütze. Ein Freund an seiner Seite zu wissen ist immer gut, aber wie Ezelo beweist, hat auch Freundschaft Grenzen. Das neunmalkluge Mützchen weiß nur zu oft alles besser. Aber wenn Zelda erst gerettet ist, lässt auch er von dir ab – mit Ezelo´s Versprechen im Gepäck schöpft Link neue Kraft und macht gern Gebrauch vom seiner Hilfe. Nun kann Link sich an Portalen auf die Größe der Minish schrumpfen, um so mit selbigen in Kontakt treten zu können.

Spiel
Auf Links Reisen in tiefe Wälder, durch stinkende Sümpfe und in ungeahnte Höhen findet er neben alten Bekannten und neuen Freunden auch allerhand nützliche Gegenstände. Mit dabei sind ein magischer Krug mit Saug- und Blas-Funktion sowie die praktischen Maulwurfshandschuhe. Auch zahlreiche Waffentechniken kann der ungewollte Held im aktuellen Spiel erlernen. Diese verleihen dem ansonsten eher von Rätseln geprägten Titel eine zusätzliche Prise Action. Oft müssen nämlich mit Hilfe des gesamten angesammelten Inventars und des Schrumpf-Features Hindernisse überwunden und Aufgaben gelöst werden. Das gilt für das Bewältigen der fünf großen Paläste, als auch für Taktiken im Kampf mit Gegnern und Endgegnern. Gerade in Sachen Schrumpfen ist eine gelungen Integration in das Spiel geglückt. Selten wirkt es aufgesetzt oder unangebracht. Schade ist lediglich, dass die gute Unterhaltung des gesamten Spiels viel zu früh ein Ende nimmt. Nach zehn bis fünfzehn Stunden sieht man bereits den Abspann, obwohl das Spiel deutlich mehr Potential hat. Und das ist sogar so offensichtlich, dass man Nintendo vorwerfen möchte, dass der Videospielgigant nur Weihnachten im Hinterkopf hatte.
 Autor:
Martin Eiser
Testbericht
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Leserwertung:
8.9