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Metroid Fusion

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 Spiel-Infos: Metroid Fusion
Metroid Fusion Boxart Name: Metroid Fusion (EUR)
Entwickler: Nintendo SPD1 (Yoshio Sakamoto)
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 22. November 2002
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
Link mit Metroid Prime und Metroid Zero Mission

Das lange Warten hat ein Ende. Samus Aran ist endlich wieder zurück. In ihrem neusten Abenteuer darf die Kopfgeldjägerin erstmals seit dem Super Nintendo wieder durch 2D Areale geführt werden. Ein Glück, dass sich Nintendo nicht nur auf Konvertierungen verlässt, denn so bekommen wir mit Metroid Fusion ein komplett neues Spiel und kein leicht aufgebessertes Super Metroid. Gilt nur noch zu klären ob Metroid 4 der famosen Serie gerecht werden kann.

Epische Story
Wem bei bisherigen Metroid Teilen immer eine extrem dichte und fesselnde Story vermisst hat, dem wird mit Metroid Fusion geholfen. Das Spiel wird insgesamt sehr von der Story getragen und fesselt ganz alleine schon vors Display.
Die Geschichte setzt nach Super Metroid ein. Eigentlich sollte die kurze Untersuchung von Planet SR388 nur reine Routinesache sein, aber Samus wird bei ihren Untersuchungen von einem ihr unbekannten Organismus angefallen. Dieser dringt in ihr Nervensystem ein und fusioniert mit ihrem Körper und mit Teilen ihres Anzugs (deswegen auch Metroid Fusion). Ironischerweise sind bzw. waren diese Kreaturen, schlicht X genannt, die natürlichen Gegner der Metroid und so konnten die X nicht zu viele werden. Da Samus die Metroid aber platt gemacht hat, konnten sich die X ungeheuer schnell fortpflanzen und sind mittlerweile eine ähnlich große Bedrohung für das gesamte Universum, wie die Metroid es damals waren. Nachdem die Kopfgeldjägerin kurz vor ihrem Tod stand, konnte man ihr mithilfe eines Impfstoffs mit Metroid DNS das Leben retten. Der positive Nebeneffekt ist, dass Samus nun Gegen die X selbst immun ist, also von ihnen nicht mehr befallen werden kann. Leider mussten einige Teile ihres alten von den X verseuchten Anzugs entfernt werden, da sie sonst keine Überlebenschance gehabt hätte. Samus wird also zur Forschungsstation zurückgeschickt um die X-Parasiten aufzuhalten.
Die X können in fremde Körper bzw. fremde Zellen eindringen und so werden sie auch für Samus wieder zu einer Gefahr. [SPOILER] So kommt es zum Beispiel später zu mehreren Zusammentreffen mit der alten Samus. [SPOILER ENDE]

Erst denken, dann schießen
Metroid-Kennern fällt sofort auf: Samus ist nicht mehr rot sondern blau. Dies ist ein Standardanzug. Außerdem hat sie fast alle ihrer alten Fähigkeiten verloren. Nur ein schwacher Blaster bleibt ihr noch. Von Beginn an bekommt ihr Aufträge von eurem Bordcomputer. Samus ist zwar erst strikt dagegen, unter einem Computer zu arbeiten, aber mit der Zeit ändert sich das. Auf jeden Fall gibt dieser Computer Samus Informationen über Zielstandpunkte und auch andere Tipps. Im weiteren Verlauf des Spiels kann Samus weitere Waffen, wie Raketen und diverse Upgrades und andere Fähigkeiten erlangen. Auch weitere Anzüge warten auf Samus. Der Kernteil des Spiels ist aber nicht dass Schiessen, sondern das Adventure-typische Entdecken. Es gibt Türen zu öffnen, Geheimgänge zu entdecken und nebenbei ballert man auch noch ein bisschen auf die Gegner. Das Interessante des Spiels ist, dass man am Anfang gar nicht überall hinkann und deswegen später mit neu erlernten Fähigkeiten zu einer bestimmten Stelle zurückkehren muss, um dann einen Geheimgang oder ähnliches zu entdecken. Leider fesselt die Story so sehr und man ist so intensiv mit den Aufgaben des Computers beschäftigt, dass dieses eigene Entdecken von Geheimgängen oft zu kurz kommt. Glücklicherweise sind die Level so gut aufgebaut, dass man zum Beispiel manchmal von seinem Computer abgeschnitten wird und sich einen Alternativ-Weg suchen muss. Dabei helfen die übersichtliche Karte und die geschickt gesetzten Speicherpunkte sehr. Apropos Speicherpunkte: Es gibt insgesamt 3 Speicherplätze die belegt werden können.

 Autor:
Oliver Stümpel
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.4