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Kingdom Hearts – Chain of Memories

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 Spiel-Infos: Kingdom Hearts – Chain of Memories
Kingdom Hearts: Chain of Memories Boxart Name: Kingdom Hearts – Chain of Memories (EUR)
Entwickler: Jupiter
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 06. Mai 2005
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-2
Features:
keine
Kingdom Hearts: Chain of Memories stellt das Bindeglied zwischen dem ersten und dem zweiten Teil der Reihe für die PlayStation 2 dar. Glücklicherweise ist die Kenntnis der beiden „großen Brüder“ jedoch keine Voraussetzung, um die Story des GBA Teils verstehen zu können. Im Prinzip muss man nur wissen, dass Sora noch immer seine Freunde Riku und Kairi sucht, während Donald und Goofy nach wie vor die Fährte von König Micky verfolgen.
So kommt es, dass das ungleiche Trio im vorliegenden Spiel sich im Schloss des Entfallens wieder findet und dort mit längst verloren geglaubten Erinnerungen konfrontiert wird. Oder ist doch alles nur eine Täuschung?

Action- oder Kartenspiel?
Schaut man sich die Screenshots von Chain of Memories an, so fallen einem direkt die Spielkarten auf, die bei einem Kampf am unteren Bildschirmrand eingeblendet sind. Man sollte dadurch aber nicht den Fehler begehen und ein langatmiges Kartenspiel erwarten. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: In Sachen Actiongehalt steht der GBA Ableger dem PS2 Titel in nichts nach. Mehrere Gegner greifen gleichzeitig und in Echtzeit an und es gilt sie mit Hilfe des Schlüsselschwertes, eines Zauberspruchs oder der Beschwörung eines Freundes zurückzuschlagen. Die ausgeführte Aktion hängt dabei von der Karte ab, die momentan oben liegt. Mit Hilfe der R und L Schultertasten kann man zwischen den einzelnen Karten – und somit den unterschiedlichen Handlungen - wechseln. Jede Karte steht dabei für genau eine Aktion. Wird diese ausgeführt, fällt die Karte weg und ist vorerst nicht mehr verfügbar. Da die Anzahl der Karten innerhalb eines Decks begrenzt ist, ist man schließlich irgendwann gezwungen nachzustocken. Dieser Vorgang dauert wenige Sekunden und sobald er abgeschlossen ist, hat man wieder alle ausgerüsteten Karten zur Verfügung. Da man sich während dieses „Aufladevorgangs“ weder verteidigen noch bewegen kann, muss man einen geschickten Zeitpunkt wählen, in dem einem die Feinde nicht erreichen bzw. stören können.
Die Karten bringen aber noch viel mehr strategische Elemente in das Gameplay mit ein.
So verfügt jede Karte über einen Wert von 0 bis 9. Spielt ihr und euer Gegner eine Karte aus, so gewinnt die Karte mit dem höheren Wert. Ausnahme ist die Karte mit dem Wert Null. Sie schlägt jede andere Karte, sofern sie nach ihr ausgespielt wird. Setzt ihr sie zu früh ein, ist sie nutzlos. Da das ganze in Echtzeit abläuft, habt ihr natürlich nicht immer die Zeit genau die passende Karte rauszusuchen, was dem Spielspaß allerdings keinen Abbruch leistet. Im Gegenteil: Es macht einen Reiz des Spiels aus, gerade bei Endgegnerkämpfen, die schön zurecht gelegte Strategie umzugestalten, da der Gegner euch durch einen seiner Kombo Angriffe dazu gezwungen hat, eine Karte auszuspielen, die ihr eigentlich erst später verwenden wolltet.
 Autor:
Matthias Hellenthal
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.3