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Donkey Kong Country 3

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Neues auch bei Swanky, der im Original noch mit einer Wurfbude ausgestattet war und nun mit einem Sonic 2 (und Sonic Rush) ähnlichen Minispiel daherkommt. Das bedeutet, dass einer der Kongs in einer Pseudo-3D Perspektive durch eine Röhre flitzt und alle entgegenkommenden Sterne einsammeln muss, während der Körperkontakt mit spikebenetzen Kugeln vermieden werden sollte, da ansonsten ein Verlust der Sterne ansteht. Ein kleiner Kritikpunkt ist hier bei der Steuerung zu vermerken, da Sprünge in der Röhre auch per Druck auf den oberen Teil des Steuerkreuzes ausgelöst werden, was beim ständigen Richtungswechsel schon einmal ungewollt passieren kann. Die Mannschaft kann natürlich nicht komplett ohne Großmutter Wrinkly sein, die sich in der GBA Variante in einem Tempel um die sagenumwobenen Bananenvögel kümmert (seltsame Auswüchse der Natur, nicht wahr?). Das Speichern braucht die alte Dame übrigens nicht mehr übernehmen, da der Spieler nun jederzeit auf der Weltkarte abspeichern kann.

An die Vögel, die ebenfalls zum kompletten Durchspielen nötig sind, kommt ihr zum Beispiel durch den Gewinn von Minispielen oder das Auffinden von Höhlen, die über die gesamte Weltkarte versteckt wurden. Eine weitere Möglichkeit um an die vitaminhaltigen Piepmatze zu kommen, bietet sich beim gesellschaftlichen Verkehr mit den Bärenbrüdern, für die ihr in den meisten Fällen kleinere Botendienste erledigen müsst. Donkey Kong Country 3 verfügt auch über einen Zweispielermodus, für den lediglich ein Handheld und eine Ausgabe des Spiels benötigt werden. Jeder Spieler entscheidet sich für einen der beiden Stars, wird dann der gerade am Handheld sitzende Spieler um seinen Affen gebracht, wird der Handheld einfach weitergereicht. Da es recht ungemütlich werden kann, wenn euch der Mitspieler die ganze Zeit über die Schulter schaut, wäre auch eine Variante über das Link-Kabel wünschenswert gewesen.

Milchglas-Look
Vor einem Jahrzehnt gehörte die DKC Reihe mit ihrer Renderpracht zum Aushängeschild der Grafikorgien dieser Zeit, auch wenn der abschließende Teil des Affentheaters ein wenig im Trubel der nahenden (Europa), beziehungsweise schon verfügbaren (Japan) Nintendo 64 Konsole unterging. Bei der Konvertierung auf das Display des GBA musste die grafische Pracht einige Federn lassen. Vor allem die geringere Auflösung macht sich hier bemerkbar, die gerade für die fantastischen Hintergründe der SNES Vorlage kein Gewinn darstellt und diese deutlich detailärmer erscheinen lässt. Einen großen Klopfer hat sich Rare jedoch selbst zuzuschreiben: Da man sicher gehen wollte, dass das Spiel auch auf dem alten GBA, der ja bekanntlich keinerlei Beleuchtung besitzt, gut zu erkennen ist, wurde der Kontrast in dunkleren Stages zurückgeschraubt. Damit sehen nun weite Teile des Spiels deutlich farbärmer aus, was gerade auf beleuchteten Displays unangenehm auffällt. Sehr unverständlich wieso es Rare nun schon zum dritten Mal versäumt hat, eine Auswahl der Kontraststärke via Menü ins Spiel einzubauen.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Leserwertung:
7.4